Tausendsassa Alkohol

Woher kommt der Name „PAN“?

Geschichte eines geflügelten (oder gehörnten?) Begriffs

Der Begriff „PAN“ ist ein Teil der Firmentradition und der Geschichte der Familie Berkel. Er reicht zurück bis zur zweiten Generation, also den Brüdern Joseph und Heinrich Berkel, die Ende des 19. Jahrhunderts die Presshefen- und Spritfabrik in Germersheim durch die wilden Zeiten der Hochindustrialisierung führen. Sie benennen damals eine Wodkasorte nach der griechischen Legendenfigur „PAN“ – dem Gott der Wälder und Wiesen mit dem menschlichen Oberkörper, dem gehörnten Haupt, dem Ziegenbockkörper und der berühmten PAN-Flöte. Es ist ein passender Name für das berauschende Getränk: PAN hatte einen rauen Charakter, er war gefürchtet und begehrt zugleich und er liebte es zu feiern und zu tanzen. Nach dem Erfolg der Wodka-Sorte wird die Figur des PAN mit seinen zwei Hörnen zum Aushängeschild der Brennerei.

Nach dem Zweiten Weltkrieg firmiert Heinz Berkel (überliefert auf Anraten seines Cousins Eginhard Weißmann) das Werk in Germersheim in „PAN-Brennereien“ um. Damit greift er nicht nur die Geschichte der Vorfahren auf. PAN steht für Heinz Berkel auch für seine eigenen Zukunftspläne. Das Ziel war wohl, die Spirituosen weltweit zu vermarkten – und auch hier passt das altgriechische Wort PAN, das so viel bedeutet wie „gesamt, umfassend, alles, weltumspannend”.

Heinz Berkel dachte vielleicht an die „Panamericana“ – die berühmte Straße, die von Alaska bis nach Feuerland reicht und viele Länder und zwei Kontinente verbindet. Oder an die Pan American World Airways („Panam“ genannt) eine der ersten Fluggesellschaften, die interkontinentale Flüge anbot. Zu recht zweifelhaftem Ruhm gelangte das Wort durch die weltweite – Pandemie.

Heute stehen diese drei Buchstaben „PAN“ bei Berkel für all die Geschichten, Traditionen und auch für den Spirit – also Geist – der Familie und der Firma Berkel.

“Die PAN” ist nach wie vor im Volksmund die Bezeichnung für den Germersheimer Standort des Unternehmens. Nicht nur das historische Backsteingebäude, in dem sich nun das neue Alkoholmuseum „PAN“  befindet, trägt den Namen.

Auch das angrenzende Restaurant, „PAN – Die Vinothek” und das ehemalige, heute als Ferienhaus betriebene Wohnhaus der Familie Berkel, „PAN – Die Villa” und die beliebten Studentenwohnungen in den ehemaligen Brennereigebäuden heißen „PAN“.

Das Vermächtnis der Vorfahren wird so auf moderne Weise weitergeführt.